Freitag, 31. Oktober 2008

bÜhNenReiF

ein letztes mal zusammen auf der bühne steh'n,
ein erstes mal in diesem rahmen dem publikum in die augen seh'n.
das war es, wovon wir träumten,
bevor wir - wie jetzt - das feld räumten.
es ist aus. vorbei. - für immer?
jetzt sitzen wir tatsächlich in unserem höllenzimmer.
bloß ohne masken, ohne rollen.
und ich frage mich, wohin wir jetzt wollen.
wir haben unseren traum zerstört,
haben einander nicht mehr zugehört.
unser erstes solo-projekt sollte es werden,
zwischen himmel & hölle, und dem hier auf erden.
drei figuren, die einander die hölle sind -
wer hätte gedacht, dass dies an realität gewinnt?
unser traum ist zerbrochen, mein herz noch dazu.
musste das passieren? warum nur? wozu?
mein traum, meines herzens blut
ist zerbrochen, und übrig bleibt nichts als wut
und trauer, und schmerz, und verständnislosigkeit.
es scheint wie ein krieg ohne einigkeit.
das gefühl zu spielen, unsere leidenschaft auszuleben,
wollten wir ein vorerst letztes mal gemeinsam erleben.
es tat so gut, denn wir spielten alle in derselben liga,
aber nun, am ende, gibt es doch keine sieger.
es war schön mit euch, es hat im spielen so gut gepasst,
doch in wirklichkeit habe ich wohl die realität nicht erfasst.
ich war nicht immer ehrlich, war wie gefangen,
hatte ich doch mein herz zu sehr an unser stück gehangen.
ich hoffte, wir schaffen es, glaubte es geht,
wollte nicht merken, dass der wind sich dreht.
jetzt sitze ich hier und frage mich, wie es kam,
dass unser gemeinsamer traum so ein jähes ende nahm.
wieviel schuld trage ich an dieser geschichte?
ich kann nicht damit umgehen. was machte alles zunichte?
es tut mir so leid, dass es diese wende nahm.
ich weiß nicht, was passiert ist, und warum es so kam.
als schauspieler sind wir wohl auch in der realität sehr begabt,
trugen wir doch masken der ganz besonderen art.
hätten wir den mut gefunden, zu sagen was uns stört,
uns eher ausgesprochen und gegenseitig zugehört.
wer weiß, vielleicht hätte unser traum dann bestand gehabt
und wir steckten jetzt nicht in dieser krise und dem verrat
an uns selbst und an uns gegenseitig.
doch jetzt ist es zu spät - es ist unvermeidlich,
der traum ist zerbrochen, mit ihm unsere einigkeit.
das habe ich nicht gewollt - ES TUT MIR AUFRICHTIG LEID !


- äkschi - 29.07.2007

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