Freitag, 31. Oktober 2008

EIN BAND ...

WIR STOßEN IMMER WIEDER AN DENSELBEN PUNKT:
ES HAT BEI DIR, ABER NICHT BEI MIR "GEFUNKT".
DAS, WAS DU NICHT UNTERDRÜCKEN KANNST, KANN ICH NICHT ERZWINGEN.
ALLES WAS WIR JETZT TUN, IST DAS SCHÄRFEN EMOTIONALER KLINGEN
UM UNS GEGENSEITIG ZU VERLETZEN
UND UNS SO AUF DISTANZ ZU HETZEN.
DAMIT WOLLEN WIR UNS SCHÜTZEN.
DOCH ICH FRAGE MICH, WAS WIRD ES NÜTZEN?
DENN DAS, WAS UNS VERBINDET,
IST ETWAS, DAS MAN KEIN 2.MAL IM LEBEN FINDET.

SO VIEL GEMEINSAME VERGANGENHEIT,
DOCH IN LETZTER ZEIT MEHR STREIT, ZWIESPALT UND VERSCHIEDENHEIT.
IN DIE ZUKUNFT KÖNNEN WIR BEIDE NICHT SEHEN,
DOCH WIR KÖNNEN DIE KRAFT AUFBRINGEN, UM WEITER ZU GEHEN.
ODER WÄRE DAS FALSCH? VIELLEICHT SOGAR ÜBERTRIEBEN?
WEIL DIE BESTEN UNSERER ZEITEN SCHON HINTER UNS LIEGEN?
WAS NÜTZT ES, ETWAS KRAMPFHAFT FESTZUHALTEN,
WENN WIR NICHT DIE MACHT HABEN, DIES ZU VERWALTEN.
ICH WILL, DASS ES WEITERGEHT, DASS ES WIE FRÜHER IST,
DASS ICH WIEDER ICH BIN UND DU WIEDER DU BIST.

ABER VIELLEICHT KANN DAS NIE WIEDER SO SEIN,
DENN IN UNSERE LEBEN FIELEN VERÄNDERUNGEN EIN.
JETZT STEHEN WIR VOR DEM MEER DER NEUEN MÖGLICHKEITEN,
UND ICH FRAGE MICH, FÜR WELCHE WIR UNS ENTSCHEIDEN.
ICH WILL DICH NICHT GEHEN LASSEN, NICHT FÜR IMMER, NICHT GANZ.
DOCH WIR BRAUCHEN JETZT ETWAS ABSTAND UND DISTANZ,
MÜSSEN UNS LOSLASSEN, UNS EIN WENIG RAUM UND ZEIT GEBEN,
UM DIE GEGENWÄRTIGEN SCHÄDEN ZU BEHEBEN,
DIE ENTSTANDEN SIND, DURCH ZU VIEL NÄHE UND VERGANGENE GLEICHHEIT.
VIELLEICHT IST ALLES, WAS WIR BRAUCHEN MEHR AKZEPTANZ UNSERER ENTSTANDENEN VERSCHIEDENHEIT.

WIR MÜSSEN UNSERE AUGEN ÖFFNEN, UND SEHEN, WIE ES IST:
DASS ICH NICHT MEHR WIE FRÜHER BIN UND DU NICHT MEHR WIE DAMALS BIST.


- äkschi - 09.12.07

bÜhNenReiF

ein letztes mal zusammen auf der bühne steh'n,
ein erstes mal in diesem rahmen dem publikum in die augen seh'n.
das war es, wovon wir träumten,
bevor wir - wie jetzt - das feld räumten.
es ist aus. vorbei. - für immer?
jetzt sitzen wir tatsächlich in unserem höllenzimmer.
bloß ohne masken, ohne rollen.
und ich frage mich, wohin wir jetzt wollen.
wir haben unseren traum zerstört,
haben einander nicht mehr zugehört.
unser erstes solo-projekt sollte es werden,
zwischen himmel & hölle, und dem hier auf erden.
drei figuren, die einander die hölle sind -
wer hätte gedacht, dass dies an realität gewinnt?
unser traum ist zerbrochen, mein herz noch dazu.
musste das passieren? warum nur? wozu?
mein traum, meines herzens blut
ist zerbrochen, und übrig bleibt nichts als wut
und trauer, und schmerz, und verständnislosigkeit.
es scheint wie ein krieg ohne einigkeit.
das gefühl zu spielen, unsere leidenschaft auszuleben,
wollten wir ein vorerst letztes mal gemeinsam erleben.
es tat so gut, denn wir spielten alle in derselben liga,
aber nun, am ende, gibt es doch keine sieger.
es war schön mit euch, es hat im spielen so gut gepasst,
doch in wirklichkeit habe ich wohl die realität nicht erfasst.
ich war nicht immer ehrlich, war wie gefangen,
hatte ich doch mein herz zu sehr an unser stück gehangen.
ich hoffte, wir schaffen es, glaubte es geht,
wollte nicht merken, dass der wind sich dreht.
jetzt sitze ich hier und frage mich, wie es kam,
dass unser gemeinsamer traum so ein jähes ende nahm.
wieviel schuld trage ich an dieser geschichte?
ich kann nicht damit umgehen. was machte alles zunichte?
es tut mir so leid, dass es diese wende nahm.
ich weiß nicht, was passiert ist, und warum es so kam.
als schauspieler sind wir wohl auch in der realität sehr begabt,
trugen wir doch masken der ganz besonderen art.
hätten wir den mut gefunden, zu sagen was uns stört,
uns eher ausgesprochen und gegenseitig zugehört.
wer weiß, vielleicht hätte unser traum dann bestand gehabt
und wir steckten jetzt nicht in dieser krise und dem verrat
an uns selbst und an uns gegenseitig.
doch jetzt ist es zu spät - es ist unvermeidlich,
der traum ist zerbrochen, mit ihm unsere einigkeit.
das habe ich nicht gewollt - ES TUT MIR AUFRICHTIG LEID !


- äkschi - 29.07.2007